• EIN VON DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT MITFINANZIERT ES PROJEKT
  • EUROPÄISCHER FONDS FÜR REGIONALE ENTWICKLUNG
  • GEMEINSCHAFTSINITIATIVE INTERREG III/A ITALIEN-ÖSTERREICH 2000-2006
  • MAßNAHME 2.2 GRENZÜBERSCHREITENDE ZUSAMMENARBEIT
    AUF DEM GEBIET DES TOURISMUS

Vorstellung

Vorwort

Diese Website wurde innerhalb des Projekts Interreg III/A Italien-Österreich “Die Stätten des Ersten Weltkrieges im Friauler Hügelland” realisiert, eine von der Gemeinde Ragogna ausgearbeitete Initiative, die uns eine Seite der Geschichte näher bringen soll, die den meisten wohl größtenteils unbekannt ist. Der Berg von Ragogna und der Fluss Tagliamento waren in den Monaten Oktober-November 1917, während des Rückzuges aus Caporetto, Schauplatz kriegerischer Ereignisse. Die Website umschließt alle Initiativen des vorliegenden Projekts, das bis Ende 2007 abgeschlossen sein soll und dann den Besuchern zur Verfügung steht, die in Ragogna und Umgebung nicht nur die historischen Stätten besuchen wollen, sondern sich auch an der unberührten Natur von einzigartiger Schönheit erfreuen wollen.
Ich danke allen, die an der Realisierung dieses wichtigen Projekts mitgewirkt haben, angefangen mit dem österreichischen Partner, dem Museum in Mauthen, den italienischen Partnern, der Berggemeinschaft des Agordino, dem Touristischen Informationsbüro Aiat in Udine, den Gemeinden San Daniele del Friuli und Forgaria nel Friuli.
Ich danke außerdem der Region Friaul-Julisch-Venetien, dem italienischen Staat und der Europäischen Gemeinde, die das Projekt finanziell unterstützt haben.
Ich bin sicher, dass der Besucher Ragogna und die Partner San Daniele und Forgaria vom geschichtlichen und landschaftlichen sowie kulinarischen Gesichtspunkt her sehr interessant finden wird.
Die Ausflüge auf den Berg von Ragogna oder die Routen entlang der alten Pfade des Großen Krieges, die auch in das Territorium von San Daniele und Forgaria führen, bieten eine hervorragende Gelegenheit, die herrliche Landschaft und die reine und frische Luft unserer Gegend in vollen Zügen zu genießen.

Mirco Daffarra
Bürgermeister von Ragogna

Einleitung

Die Gebiete von Ragogna, San Daniele del Friuli und Forgaria nel Friuli sind zu Recht berühmt wegen ihrer naturalistischen, landschaftlichen, gastronomischen und kulturellen Eigenschaften.
Wenigen, bis vor kurzem jedenfalls, war bewusst, dass dieses Gebiet der “Schlösser und des Schinkens” einer der bedeutendsten Schauplätze des Großen Krieges war: in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Schwerpunkt der gewaltigen friaulischen Festung; im Herbst 1917 Schauplatz der Gefechte am Tagliamento, die als unmittelbare Rückeroberung nach der Niederlage von Caporetto wesentlich waren für die italienische Reorganisation an der Monte Grappa - Fiume - Piave - Frontlinie und folglich für das kriegerische Los im Allgemeinen; im nachhinein austro-ungarisch verschanztes Gebiet bis zum endgültigen Sieg vonseiten des italienischen Reiches im November 1918.
Aus dieser tragischen und außergewöhnlichen Epoche befinden sich auf dem Gebiet noch zahlreiche Überreste. Schützengräben, Befestigungsanlagen, Maultierpfade, Graffiti, die, zusammen mit noch weiteren Zeugnissen aus dieser Zeit, einen wertvollen historischen Besitz darstellen. Ein “lebendiger” Besitz inmitten unberührter Natur, deren landschaftlicher Aspekt allein ausreicht, auch den anspruchsvollsten Touristen zufrieden zu stellen.
Die Absicht des Projektes Interreg III/A “Die Stätten des Ersten Weltkrieges im Friauler Hügelland” ist es, die Überreste dieser Kampfstätten zu erschließen und aufzuwerten mit Hilfe von Initiativen wie z. B. die vorliegende Website, die Instandsetzung der historischen Pfade, die Einrichtung musealer und multimedialer Räumlichkeiten, Führungen und weiteren, nachfolgend näher erläuterten Initiativen. Dieses alles, um den Benutzern, zu denen wir letztlich auch gehören, die Gelegenheit zu geben, dieses, mit Geschichte, Zauber und Schönheit durchdrungene Gebiet schätzen zu lernen und zu würdigen.
Aus welchen Gründen sollte man die hier illustrierten Realitäten besuchen? Hauptsächlich, um die exkursionistischen Pfade zu erkunden, einen Konflikt aus der Vergangenheit auf freundschaftlicher Basis und gemeinsam mit den europäischen Völkern zu bearbeiten, das bereits oft vergessene Andenken zu erneuern, sowie thematische und in den Augen der Liebhaber attraktive, militärische Webseiten zu erkunden.
Ich möchte allen den Besuch dieser Stätten des Großen Krieges empfehlen, da ich selbst den Zauber spüre, der von diesen “Schmuckkästen” unserer gemeinsamen Identität ausgeht. Ich bin sicher, dass der Besucher gleichfalls diesen Reiz und dieselben Empfindungen verspürt, die von diesen Stätten ausgehen und empfehle dem Leser, sich auf den Berg von Ragogna zu begeben, an die Ufer des Tagliamento, auf die Insel Clapàt, auf den Monte Prat, auf den Hügel von San Daniele, sowie in die Museumsabteilung, die dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist: er wird nicht enttäuscht sein.


Marco Pascoli